DubFirstStep

Dublin – Auch der vierte im Bunde ist sicher im richtigen Land angekommen. Hallo aus Irland!

Nach zwei verschiedenen Hostels, das erste war irgendwann mal ausgebucht, und nach ein paar Besichtigungen hab ich hier ein sehr schickes Zimmer gefunden. Grand. Wohne zusammen mit meinen Bamberger Kollegen Felix und zwei irischen Brüdern in einem Haus, praktisch WG. Bald wird aber noch die Schwester der beiden Brüder einziehen, dann also drei Geschwister. Die Gegend mag ich als sehr schön und außerordentlich einheitlich bezeichnen. Man warnt einen vor Einbrechern, 20 Meter vor der Haustür steht früh morgens aufeinmal ein abgebranntes Auto aber das findet jeder hier ordinär, auch ich.

In der Uni wurde man sehr herzlich aufgenommen. Auch hier herrscht ein sehr duzeruzo Klima. Meine Kurse sind ebenfalls, wie bei Florian M., sehr projektbezogen und die Gruppen sind klein, Vorlesungen im geläufigen dt. Sinn habe ich kaum.

Wie bei Uli und Thomas trägt man hier bei Wind und Wetter nahezu einen Bikini. Ich tausche den Dresscode aber oft mit einer Wind- und Regenjacke aus, habe ich bis jetzt etwas bessere Erfahrungen gemacht. Obwohl das Wetter vor allem in der letzten Woche alles andere als schlecht war.

Klettern tu ich auch. Habe einen Kletterkurs angefangen und letzten Samstag den Sicherungs-Fall-Test dort in der Halle bestanden und wo ich hier gerade schreibe und reflektiere fällt mir auf dass ich dort meinen neuen „Kletterausweis“ vergessen habe. Aber das ist jetzt wirklich nicht wichtig.

Was ich jetzt doch noch schreiben muss. Wie fast jeden Tag fahre ich hier mit der Straßenbahn in die Uni bzw. in die Innenstadt. Diesmal ists auf dem Heimweg passiert. Man hat einen Sitzplatz bekommen. Von links ins Blickfeld kommt ein Kind, Mund und Kleid voll Schokolade. Augen drehend, schwankend, ich mag behaupten wie in Ekstase, greift sie sich eine der Stangen zum Festhalten und dreht sich ständig während der Fahrt und macht dabei ähnliche Geräusche wie die Aldi-Tür, keine gewöhnliche Aldi-Tür, hier in der Nähe. Dabei legt sie ständig ihren Kopf nach hinten und dreht die Augen entgegengesetzt der Drehrichtung und entgegen der Fahrtrichtung. Ja jetzt sitzt man da so, vor einem ein durch und durch drehendes Kind, jeder findet es amüsant. Es folgt was man eigentlich nicht denkt, von links kommt ein zweites Kind, sehr ähnlich zum ersten, gleich bekleidet und doch kein Zwilling. Schokolade auch hier am richtigen Fleck. Und ja, auch das Kind dreht sich, diesmal direkt vor mir, meine Beine und die meines Sitznachbarn vorsichtshalber eingezogen, denn weiß ja nicht was kommt. Wie in einem dieser Witze in der eine dritte Person dann zur Pointe hinführt kommt ein drittes Mädchen, diesmal komplett anders, kleiner, ohne Schokolade, aber auch sie tanzte nicht aus der Reihe, drehte sich fröhlich, ekstatisch und machte dabei Geräusche aber nur ähnlich Aldi. Wo führt das ganze hin? Auf jeden Fall in die Innenstadt. Ich musste aussteigen, das ganze hatte aber so eine Sogwirkung das vielleicht bis zur Stadtmitte jeder mitgemacht hat, kann nur vermuten.

So, nächstes mal dann mehr über andere Sachen, Fotos evtl. auch mal,

Schöne Woche euch,c.

6 Responses to “DubFirstStep”


  1. 1 Nico September 30, 2008 um 8:20 am

    Brennende Autos? Die sind ja krass drauf, die Iren. Und deine Shiningkinder sind auch mal cool.
    Koennen ja nen bisl zuendeln, wenn ich ich irgendwann mal vorbeischau! O_O

  2. 2 Thomas B September 30, 2008 um 5:08 pm

    Heyo Chris, die Regenjacke ist jetzt auch hier in Swansea angesagt. So langsam kommt wohl das Wetter aus Irland nach Wales. Brrrr!

  3. 3 Franzi September 30, 2008 um 9:27 pm

    Das schöne Wetter hab ich euch raufgeschickt 😛 Bei mir hats die ersten 2 Wochen durchgeregnet, dass man dachte Brest wird weggespült…Viel Spaß mit dem Wetter, Grüßle

  4. 4 neli Oktober 1, 2008 um 9:57 am

    mach dich mal schlau was dir für drogen nehmen und bring davon welche mit! 🙂

  5. 5 Felix Oktober 7, 2008 um 9:20 pm

    Ach das mit dem Auto war schon eine seltsame Aktion: wir frühstücken an ’nem Samstag in aller Ruge und einer unserer Iren fragt uns: „Habt ihr eigentlich mitbekommen, was heute Nacht vor der Haustür los war?“
    Hatten wir natürlich nicht. Umso größer war die Verwunderung, als wir dann mal vor die Tür getreten sind.


  1. 1 Diskurswelt.de Archiv » DubFirstSteps Trackback zu Oktober 9, 2008 um 3:35 am

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